Eurythmie soll Kindern helfen, sich gerne und gesund mit ihrem Leib zu verbinden.
Die
eurythmische Bewegung wirkt bis in die ätherische Ausbildung der Organe
hinein, deren gesunde Entwicklung ein großes Anliegen der
Waldorfpädagogik ist.
Kleine Kinder haben Freude daran sich
zu Geschichten zu bewegen. Nachahmend werden die eurythmischen
Lautgebärden erlernt und damit Sonne und Mond, Riesen und
Zwerge, Mäuse, Bären und Vögel dargestellt. Im Vordergrund steht, sich in
die Stimmung eines Bildes zu versetzen und über die Bewegung für einen
Moment selbst zum Reh, Specht oder Pferd, Bauern oder König
zu werden.
Rhythmen
und einfache musikalische Elemente führen schon die Dreijährigen
in eine differenzierte Musikwahrnehmung. Durch Kinderharfe, Flöte,
Klangstäben- und Hölzern, Glockenspiel, Trommel, Trompete,
Cello und auch Gesang erklingen Naturvorgänge sowie Charaktere von Menschen
und Tieren.
Die kindliche Bewegungsentwicklung wird intensiv, aber wie
nebenbei, geschult. Wichtig ist gemeinsam die Welt zu erkunden,
den Schuster zu besuchen, dem Bauern zu helfen, heimlich den Zwergen zu
folgen und mit dem Pferd über die Felder zu galoppieren.
Die Kinder werden angeregt Gegensätze (laut/leise - schnell/langsam - groß/klein - kurz/lang - Chaos/Ordnung) zu erleben und zwischen Polaritäten wechseln zu können. Durch körperliche und seelische Bewegtheit finden die Kinder immer mehr die Mitte in sich selbst, und sich selbst im Kreis der Gruppe.
FIT FÜR DIE SCHULE?
Die Schulanfänger werden immer kleiner, die Anforderungen an sie immer größer.
Auch intelligenten Kindern fehlen nicht selten die Möglichkeiten ihre Begabungen wirkungsvoll zu nutzen.
Schule fordert mehr als „Lernen mit Köpfchen“.
Stillsitzen können, Konzentration, Koordination von Auge,
Hand und Mund,
koordinierte Bewegungen, Abkoppelung von Kopf und Gliedmaßen,
der rechten und linken Hand voneinander, von Mund und Hand,
auch Lautdiskrimination und Erinnerungsfähigkeit für Gehörtes und Gesehenes
sind wichtige Voraussetzungen um mit Freude lernen zu können.
In der frühen Kindheit und im Kindergartenalter werden vom Kind diese Lernvoraussetzungen erarbeitet. Fehlen dem Kind im Bereich der Bewegungsentwicklung und Wahrnehmung wichtige Schritte, müssen diese nachgeholt werden! Je früher desto besser.
Dazu werden
unsere Vorschulkinder einmal pro Woche gezielt angeregt,
zusätzlich zu dem ständigen Übungsfeld in den Gruppen. In
Grüppchen von 4-5 Kindern, wird gerobbt und gekrabbelt, gehüpft
und geklatscht. Ballspielen, Reimen, Partnerübungen, Richtungshören, sprachliche und
musikalische Wahrnehmungsübungen, Schmecken, Riechen, und vieles andere
mehr, bieten reichliche Möglichkeiten den eigenen Leib und die
Orientierung im Raum bewusst zu erfahren. Neben der Entfaltung aller
Sinne wird auch besondere Aufmerksamkeit auf ein gut entwickeltes
Handschema gelegt, die Voraussetzung für unser Rechnen im
Dezimalsystem. Auch Sozialkompetenzen, wie z.B. Frustrationstoleranz,
werden hier gestärkt.
Im gemeinsamen Gespräch mit Eltern werden Beobachtungen ausgetauscht
und eine etwaige Schulrückstellung besprochen.