Pädagogische Aspekte zur Entwicklung des Kindes

 

Der Mensch durchläuft in Kindheit und Jugend unterschiedliche Entwicklungsphasen. Rudolf Steiner hat diese von der Geburt bis zum 21. Lebensjahr in 3 Jahrsiebte unterteilt.


In jeder dieser drei Perioden liegt ein anderer Schwerpunkt in der Erziehung und Entwicklung des Kindes.

Im ersten Jahrsiebt steht die leibliche Entwicklung, im zweiten Jahrsiebt die seelische Entwicklung  und im dritten Jahrsiebt die geistige Entwicklung im Vordergrund.

 

Das Kind bis zum Zahnwechsel (um das 7. Lebensjahr) nimmt seine Umwelt mit allen Sinnen wahr. Es ist wie ein einziges Sinnesorgan, ist allen Eindrücken von außen hingegeben, aber auch ausgeliefert. Deshalb ist es die Aufgabe der Erziehung, eine schöne und wahrhaftige Umgebung zu gestalten, damit das Kind gesund heranwachsen kann. Ebenso sollten die Handlungen der Erwachsenen für das Kind nachahmenswert sein. Denn Nachahmung und ein sich ständig wiederholendes Tun bestimmen das Prinzip des Lernens in der frühen Kindheit und führen stufenweise das Kind zur Schulreife.

„Erwachsen, ‚mündig‘ sind wir also erst, wenn die Willenswerkzeuge (leibliche Entwicklung), das Verantwortung fühlende Herz (seelische Entwicklung) und die volle gedankliche Urteilskraft (geistige Entwicklung) so harmonisch als möglich dem Ich, der Persönlichkeit verfügbar sind. Die organische Grundlage einer gesunden Willensentwicklung wird im Nachahmungsalter der etwa ersten sieben Jahre gelegt.”

(Helmut von Kügelgen)